Umzugsservice von A nach B

Mit der Zeit häufen sich auch im virtuellen Dasein eine Menge Güter an. Die alte Erkenntnis aus der materiellen Welt – je größer die Wohnung, desto mehr Plunder – gilt auch, und erst recht, für die virtuelle Welt, denn das Inventar ist riesig.

Es lohnt sich, Ordnung in diesem Inventar zu halten. Nicht nur, während man sich in der virtuellen Welt aufhält („Wo waren noch einmal diese tollen Schuhe, die ich vor einem halben Jahr mal gekauft habe?“), sondern auch für den Fall, dass man mal umzieht.

Second Life ist diesbezüglich mal wieder etwas „kastriert“, denn nach den neuesten Spielregeln von Linden Lab dürfen nur solche Objekte exportiert werden, die man selbst erstellt hat. Fast könnte man meinen, die Lindens hätten sich das bei einem anderen Weltenschöpfer abgeguckt, denn bekanntermaßen nimmt man auch aus diesem ganz unvirtuellen Leben nichts mit.

Für OpenSim gelten diese Beschränkungen nicht. Einen Weg, Ländereien, Güter und Besitztümer von A nach B zu transportieren, stellt die Möglichkeit einer OAR-Datei dar. Wie das funktioniert, habe ich bereits an anderer Stelle geschildert.

Allerdings haben manche Viewer auch eingebaute Möglichkeiten, virtuelle Gegenstände zu exportieren und in einem anderen Grid wieder zu importieren. Der offizielle Linden-Viewer bietet diese Möglichkeit nicht, aber der Hippo Viewer beherrscht den Export von Objekten, ebenso der Imprudence-Viewer, der von OSGrid als Standardviewer empfohlen wird.

Über die Konsole gibt s zwar auch die (experiementelle) Möglichkeit, ein komplettes Inventar zu exportieren, beim Export über den Viewer jedoch mus das Objekt gerezzt sein. Anschließend muss das Objekt noch markiert, sein, ehe man mit dem Export beginnen kann. Die Position der jeweiligen Prims wird ebenso mitexportiert wie die Information, ob die Prims verlinkt sind. Gespeichert wird das Ganze in einer XML-Datei.

Ebenfalls mitexportiert werden die Texturen, die der Viewer jeweils in Dateien ablegt, die die bisherige UUID als Dateinamen tragen.

Beim Import hat man dann die Wahl, entweder nur das Objekt selbst oder die Texturen gleich mit zu importieren.

Nach meinem subjektiven Empfinden beherrscht der Imprudence Viewer den Im- und Export ein wenig besser als der Hippo Viewer. Zumindest erhielt ich beim Imprudence keine Fehlermeldung, während der Hippo meckerte, dass er die eine oder andere Textur nicht tranportieren konnte.

Nicht mit exportiert werden Skripte und Animationen, die in den Prims enthalten sind. Während Skripte einfach per Copy & Paste neu angelegt werden können (sofern man die notwendigen Rechte auf das Skript hat), muss man die Animation als Kopie auf der Festplatte haben und sie neu hochladen.

Wichtig zu wissen ist noch: Im Zielgrid wird der importierende Avatar auch als Creator eingetragen.

Viel Raum für eine Ausstellung?

Vor ein paar Tagen habe ich die Bilbliothek von unserem Standalone-Grid nach Metropolis geholt. An dem Gebäude liegt mir wirklich viel, weil ich einiges an Arbeit und Kreativität darauf verwendet habe.

Nun steht es also da. Heute habe ich mal eine Allee hin zum Haupteingang gezimmert – mit Straße und Bäumen. Doch das Innere des Gebäudes ist derzeit hässlich leer. Fragt sich also, wie es verwendet werden kann (denn als pure Kulisse fände ich es etwas schade).

Im Hinterkopf ist ja immer noch die Überlegung, eines Tages wirklich eine Bibliothek daraus zu machen. Das wird jedoch erst passieren, wenn wir mal eine vernünftige Art und Weise gefunden haben, Inhalte darzustellen.

Bis dahin bietet sich der Raum vielleicht an, eine Fotoausstellung auszurichten. Denn für solche Zwecke ist die Opensim-Umgebung wirklich sehr gut geeignet.

„Houston, wir haben einen linked Prim!“

Genau, das Problem ist gelöst; letztendlich lag es an einem kleinen Ausrufezeichen. Danke an Bert! „Wir sind der Meinung, das war: Spitze!“ 😀

Virtuelles (Zusammen-)Leben organisieren

Die Motivation, sich in eine 3D-Umgebung zu begeben, dürfte bei den meisten Menschen ähnlich sein, und vermutlich unterscheidet sie sich auch nicht von der Antriebskraft, die vor fünfhundert oder tausend Jahren Menschen bewegte, in neue Welten aufzubrechen: Neugier. Doch wie kann es gelingen, dass Menschen auch in einer virtuellen Welt bleiben, dass sie nicht die Lust daran nach einer gewissen Zeit verlieren oder gar aus Frust, Enttäuschung oder Ärger wieder ab- oder weiterziehen? Mit anderen Worten: Wie kann es gelingen, virtuelles Leben und Zusammenleben so zu organisieren, dass diejenigen, die daran teilhaben, den Spaß nicht verlieren?

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Ein Kongress-Zentrum

Kongresszentrum

Eine der freien Sims, die ich auf meinem lokalen Simulator mal importiert habe, enthält übrigens ein komplettes Kongress-Zentrum inklusive eines Vortragssaals mit (gefühlten) hundert Stühlen – wenn die mal alle besetzt sind, ist der Simulator wahrscheinlich so lahm, dass keine Kommunikation mehr möglich ist 😉 – und diversen anderen Einrichtungen. Wenn man es gerne großmächtig haben möchte, ist so etwas dann die ideale Startsim…

Die Sim stammt übrigens von OpenVCE.

Welten einfach laden

Gestern und heute habe ich mal ein bisschen auf einem lokalen Grid mit Terrains herumexperimentiert. Über den Viewer kann man – sofern man der Boss einer Region ist – das Terrain über World → Region/Estate → Reiter „Terrain“ exportieren. Beim Klick auf „Export Terrain“ wählt man einen Pfad auf der Festplatte aus und nach einem kleinen Moment Wartezeit wurden die Terrain-Informationen als RAW-Datei abgespeichert, die man dann über einen weiteren Menüpunkt wieder importieren kann. Eine elegante Möglichkeit, ein mühsam geformtes Terrain wieder zu importieren.

Eine wesentlich umfassendere Möglichkeit bietet das Konsolen-Kommando „save oar“ (und „load oar“), dass es nicht nur ermöglicht, Terraininformationen zu speichern, sondern auch sämtliche Objekte, die sich auf der Region befinden. Lädt man sie dann wieder, ist der Besitzer der Region automatisch auch Besitzer/Ersteller der Objekte.

Das OAR-Kommando funktioniert folgendermaßen.

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Schaffe, schaffe, Möbel packe

Nachdem ich meine Hütte auf Utopia mit einem zweiten Geschoss versehen habe, fiel mir heute Nachmittag auf, dass die zweite Etage ja ziemlich leer und ungemütlich ist. Dabei bietet gerade sie sich als Platz zum Hocken an. Leider sind Möbelläden auf Metropolis noch Mangelware, aber ich wollte nicht auch noch die nächste Etage mit Baumstämmen ausstatten.

Also habe ich mein Second Inventory angeworfen. Das hatte ich ursprünglich mal angeschafft, um Objekte von SL auf die OpenSim zu transportieren, aber mit seiner restriktiven Rechtehandhabung erlaubt SL das nicht außer für vollkommen eigene Objekte.

Anders verhält sich das bei Open Sim, und so habe ich mal einen tollen Relax-Stuhl, den Bert vor Kurzem mal gebastelt hat, rübertransferiert. Das Ganze ging problemlos mitsamt Skripten und Animation.

Allerdings bin ich jetzt auf Utopia laut Eigenschaften der Creator – was natürlich nicht stimmt.

Geschmeidig, schnell und freundlich

Seit rund einer Woche treiben wir uns jetzt im Metropolis-Grid herum und die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. Sicher gibt es noch das eine oder andere technische Problemchen, das gelöst werden will (zurzeit z.B. grübeln wir, warum es auf unseren Sims nicht möglich ist, Prims zu verlinken – eine Lösung dafür gibt es aber sicherlich), aber dafür sind die Leute, die wir bisher getroffen haben, nett und hilfsbereit und die Performance ist einfach super. Nicht nur, dass der Hippo-Viewer super schnell ist, auch die Sims selbst haben durchweg eine gute Performance.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Landschaften auf Metropolis nicht so zugemüllt sind wie in SL – und das, wobwohl eine vielfache Menge an Prims möglich ist (und teilweise auch schon reichhaltig genutzt wird).

Ich habe damit begonnen, Utopia, „meine“ Sim ein wenig auszubauen. Neben einem Berghäuschen habe ich mal ein paar Bäume aufgestellt und Feuer gemacht. Die Objekte auf der Sim versuche ich nach Möglichkeit copyable zu machen (geht natürlich nur bei eigenen und selbst hochgeladenen Objekten). Die Skripte, z.B. das Sitzskript in dem Holz-Log, auf dem man sitzen kann oder in dem Feuer habe ich teilweise von entsprechenden Seiten, die freie Skripte für SL und Open Sim anbieten. Sie sind dann jeweils auf das entsprechende Objekt angepasst.

Heute habe ich mit Bert darüber gesprochen, dass wir mal eine kleine Galerie aufbauen wollen mit selbst erstellten Texturen. Das Projekt wird wohl ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, da die Texturen ja erst mal erstellt werden müssen (nein, wir sind keine Grafik-Profis, aber mit fotografierten Dingen in der Natur kann man auch schon ganz gute Resultate erzielen).

Was meiner bisherigen Erfahrung nach nicht so gut funktioniert, ist der Transport in andere Grids, zum Beispiel ins OSGrid. Hatte das zunächst mal ganz gut geklappt, komme ich auf bestimmte Sims nicht mehr drauf, zum Beispiels Snoopies Freebie-Shop (da gabs eigentlich ganz gute Sachen). Kennt vielleicht jemand die Ursache?

Objekte (Prims) im Hippo Viewer exportieren und wieder importieren

Der Hippo Viewer (Download-Link übrigens hier) bietet eine elegante Möglichkeit, Objekte aus einem Grid zu exportieren und in ein anderes wieder zu importieren:

Einfach das gewünschte Objekt mit Rechtsklick/Edit auswählen und im Menü dann über „More“ weiterhangeln, bis der Menüpunkt „Export“ erscheint. Dort draufklicken. Nun öffnet sich ein Speicherfenster und das Objekt kann als XML exportiert werden (standardmäßig schlägt er „untitled.xml“ als Dateinamen vor, aber das „untitled“ kann auch umbenannt werden.

Nun im anderen Grid einfach über die Menüleiste „File/Import“ gehen und das Objekt wieder importieren. Es rezzt dann unmittelbar neben dem Avatar. Das funktioniert auch mit verlinkten Objekten! Was er nicht kann, ist Texturen, Animationen und Skripte importieren. D.h., sofern die Objekte z.B. keine Standard-Texturen haben muss dann noch einmal nachgearbeitet werden.

Ob das Ganze auch mit SL funktioniert, habe ich noch nicht getestet. Dort gilt aber beim Export sicher auf jeden Fall, dass man nur eigene Kreationen exportieren darf.

Hippo-Viewer vs. Second Life Viewer 2

Vor längerer Zeit schon einmal hatte ich den Hippo Open Sim Viewer ausprobiert, und ich kann gar nicht mehr sagen, aus welchem Grund ich ihn nicht mochte. Jedenfalls bot der Test mit dem Metropolis-Grid einen guten Anlass, ihn mal wieder zu installieren. Dazu muss ich sagen, dass ich bis dahin den Second Life Viewer 2 für Second Life und den Open Sim Viewer für Open Sim in Benutzung hatte.

Nachdem ich nun den Hippo Viewer ein paar Tage benutzt habe, bin ich ganz begeistert davon. Der Viewer bietet im Login-Screen nicht nur die Möglichkeit, relativ Problemlos zwischen verschiedenen Grids und Sims zu wechseln (darunter auch lokalen), er ist auch wesentlich flotter als alles, was ich bislang in Benutzung hatte. gegenüber dem Open Sim Viewer hebt er sich außerdem damit ab, dass er einige kleine, nette Zusatzfeatures bietet. Zum Beispiel eine über den Bildschirm einstellbare Sichtweite (dazu muss man in anderen Viewern immer in die Optionen), sofern man die Kamera-Optionen aktiviert hat.

Gegenüber dem Secondlife-Viewer 2 (der alte Viewer funktioniert ja leider nicht mehr in Second Life) hebt sich der Hippo aber besonders wohltuend ab, indem er nicht nur wensentlich schneller startet und arbeitet als der auf Web2.0 getrimmte SL-Client. Er bietet auch die liebgewonnene „alte“ Optik – und trotzdem kann man ihn mit Second Life nutzen.

So kann ich schon nach ein paar Tagen Nutzung sagen: Der Hippo Viewer ist der Client meiner Wahl!