Web on a Prim continued: Einstellungen, Features und Umwege

Nun habe ich doch einmal die Sicherheitseinstellungen getestet, also den Zugriff auf bestimmte URL-Muster zu begrenzen. Und ich hatte Recht: Irgendeine Einstellung in Second Life (oder in der Sandbox, die ich nutzte, um das Ganze auszuprobieren) verhinderte, dass ich die erlaubten URL-Muster auf wolfsbone.de einschränkte. In OSgrid funktioniert es: *wolfsbone.de* als Filter eingetragen sorgt dafür, dass ich als User in der Adresszeile eintragen kann was ich will, der Browser Zeit immer nur Seiten an, die sich auf der Domain wolfsbone.de befinden. Ist natürlich nachteilig bei externen Links, macht also im Blog nicht so wirklich Sinn. Das Ganze ist ja aber auch dazu gedacht, den Zugriff auf andere Seiten zu unterbinden, wenn man nur bestimmte Seiten anzeigen will. Will man nun verhindern, dass jemand wie wild durch alles Mögliche surft, lässt sich das bis zu einem gewissen Grade auch erreichen, indem man einfach die Adresszeile des Browsers ausblendet (also die Mini-Toolbar statt der Standard-Toolbar einblendet).

Ein sehr gutes und interessantes Feature habe ich noch entdeckt bei meinen Experimenten. Und zwar zeigt die Toolbar eine Lupe an. Zunächst dachte ich, diese Lupe würde den Inhalt des Browsers heranzoomen, was ich nur für begrenzt sinnvoll hielt. Dahinter aber steckt eine wirklich sinnvolle Funktion: Die Kamera zoomt genau auf das Prim, so das ich den Inhalt bestmöglich betrachten kann (wie das aussieht, siehe Screenshot weiter unten).

Ja, und dann war noch die Frage, wie man Nutzern anderer Viewer klar macht, dass in dem gerade verwendeten Prim mehr steckt, als man auf Anhieb vermuten könnte. Die Lösung ist denkbar einfach: Neben der Media-Option lässt sich auch eine ganz normale Textur auf der Fläche laden. Sind die Medien deaktiviert, wird die normale Textur angezeigt. Und die kann man dann ja nutzen, um weitere Informationen zu transportieren:

Dann noch ein ärgerlicher Punkt im Zusammenspiel von Viewer 2 und OSgrid: Offenbar kommt der Viewer nicht ganz mit den Dingen, die unter Aussehen definiert wurden, klar. Zunächst konnte ich mich nur als Wolke sehen, und nachdem ich neue Outfits angelegt hatte, wurden diese immer dann teilweise überschrieben, wenn ich mich wieder mit einem anderen Viewer einloggte. Teilweise trug mein Avatar einzelene Teile doppelt, was dann zu unschönen Effekten führte.

Web on a prim – was funktioniert, was nicht

Voller Begeisterung über die Web-on-a-Prim-Funktionalität des Viewer 2 habe ich mich mal zu ein paar Tests hinreißen lassen – sowohl in OSGrid als auch im Vergleich dazu in Second Life (in der Sandbox). Wie Bert ja schon andeutete, schafft dieses Feature wahrlich neue Möglichkeiten Inworld, lässt es doch alle Beschränkungen hinter sich (oder sagen wir mal: viele), die kreatives Arbeiten jenseits der Bautätigkeit behindern.

Also zunächst einmal das, was der Browser kann: sehr, sehr viel. Alleine schon dass man mit der jeweiligen Webseite auf dem Prim interagieren kann wie in jedem anderen Browser, ist revolutionär. Man kann scrollen, Text markieren, auf Links klicken und Formularfelder ausfüllen. Aber der Browser kann offenbar noch mehr: Javascript & Co. scheinen für ihn ebenfalls kein Problem zu sein. Mir gelang es nicht nur mühelos, dieses Blog auf einem Prim aufzurufen. Ich konnte mich in den Administrationsbereich einloggen. Ich konnte den Editor aufrufen – für sich genommen relativ profane Dinge, an denen aber schon die meisten Handy-Browser scheitern. Noch mehr: Ich konnte sogar die Mediengalerie aufrufen und (vorhandene) Bilder einfügen. Was ich nicht konnte, war neue Medien hochzuladen, aber das scheint auch naheliegend. Ich nehme mal an, dass berechtigungen im Dateisystem verhindern, dass ich darauf zugreifen kann (er müsste ja auf das Dateisystem des Grids zugreifen, logisch, dass das nicht geht). Ich vermute, dass ein solcher Aufruf (Zugriff auf das Dateisystem) schon Viewerseitig untersagt ist.

Hier jedenfalls mal ein paar Screenshots, wie ich mich auf dem Blog (mit markiertem Text) und im Admin-Bereich des Blogs bewege:

Zunächst wunderte ich mich, dass die Webseiten-Darstellung beim Relog nicht mehr vorhanden war und ich den Home-Button in der eingeblendeten Leiste klicken musste, damit die Seite aufgerufen wird. Nach ein bisschen Googeln stellte ich aber fest, dass man lediglich die automatische Wiedergabe von Medien einstellen muss, damit auch die Seite direkt (also ohne zusätzliche Interaktion des Nutzers) angezeigt wird.

Etwas hakelig scheinen noch die Berechtigungseinstellungen zu sein. So wurde mir beispielsweise – wenn ich als Besitzer des Prims untersagte, dass jeder die Steuerungsleiste nutzen darf – auch als Besitzer die Steuerungsleiste nicht mehr angezeigt, obwohl das Häkchen „Eigentümer darf Steuerungsleiste nutzen“ gesetzt war.

Was leider auch nicht angeboten wird (im Viewer 2) ist die Möglichkeit, beim anklicken des Prims die Medien wiederzugeben. D.h., ich muss entweder die Steuerungsleiste sehen oder die Parzellenmedien automatisch wiedergeben.

Was in Secondlife nicht so recht zu funktioniert hat, war die Whitelist (welche Seiten dürfen aufgerufen werden). Google.com als Eintrag wurde akzeptiert. Wolfsbone.de/simworlds nicht. Ich vermute, dass das eine Einstellung in Second Life ist, habe es aber in OSGrid noch nicht getestet.

Äußerst schade ist natürlich auch, dass das Feature (noch) nicht von anderen Viewern unterstützt wird. Das liegt aber wohl daran, dass es eher ein Viewer-Feature als ein Inworld-Feature ist. Mit meinem eher bescheidenen technischen Verstand würde ich vermuten, dass die einzige Erweiterung Inworld darin besteht, dass im Prim eine URL hinterlegt wird (und die Anweisung, auf welcher Seite des Prims diese dargestellt werden soll sowie diverse Berechtigungen), alles andere macht der Viewer.

Media on a Prim mit OpenSim

Wunderbar, das klappt 🙂
Und schafft somit ganz neue Möglichkeiten.
Insbesondere Bilderausstellungen oder inworld-Dokumentationen sind somit jetzt möglich, Web3D nähert sich mit großen Schritten.

Bedauerlicherweise ist – nicht nur für das Anlegen – sondern auch für die Darstellung der SL-Viewer2 notwendig. Das wird den Kreis der Nutzer natürlich stark einschränken und unsereiner wird sich möglicherweise damit abfinden müssen, sich um das sehr gewöhnungsbedürftige Design des SL-Viewers zu kümmern um damit die mit anderen erreichte Effizienz beim Bauen zu erreichen. Aber die Vorteile scheinen im Moment zu überwiegen, schauen wir mal was die Performance sagt.

Web on a Prim mit dem Viewer 2

„Web on a Prim“ scheint mittlerweile Problemlos möglich zu sein. Und zwar nicht so, wie man es bisher machte (kompliziert mit Media-Textur über die Landeinstellungen), sondern pro Prim und einfach über die Textureinstllungen. Das ist aber nicht das einzig neue: Hat man eine URL für eine Adresse definiert, wird aus dem Prim sogar ein vollwertiger Browser, über dem eine Adressbar eingeblendet wird. Allerdings (und hier kommt ein kleiner Haken): Das Ganze funktioniert nur mit dem Viewer 2 (von Linden). Ich habe es in SL selbst ausprobiert. Ältere (oder andere aktuelle Viewer wie der Hippo) scheinen das Feature nicht zu unterstützen. Dass es aber grundsätzlich auch in OpenSim läuft, demonstriert folgendes Video (via Grid-Gazette):