Eine Art Fernsehturm…

…scheint dieses Ungetüm geworden zu sein, das ich gestern auf dem Grid gebaut habe. Es ist sicher an die hundert Meter hoch und hat eine riesige Kuppel.

Stapel-Bar

Zurück also auf dem OpenSim-Grid. In einer kleinen, abgeschlossenen Ecke des Web, mit ein paar alten OAR’s und ein bisschen altem Kram aus der Vergangenheit. So wird es erst gemütlich, denn nichts geht über ein paar Holzlogs, ein Lagerfeuer und einen virtuellen Sonnenuntergang. Herumlungern ist jedoch nicht die oberste Priorität. Bert wird (vermutlich) Experimente verschiedener Art weiterführen, Physics und so weiter.

Ich stapele derweil Prim-Kisten. Vielleicht werden ja Kunstwerke daraus, je mehr ich davon übereinander packe. Ansonsten suche ich noch nach sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten für Web-on-a-Prim. Seit das auch in Open Sim funktioniert, lässt uns dieses Thema nicht mehr so richtig los, denn es ist eine ziemlich smarte Möglichkeit, Inhalte in die virtuelle Welt zu transferieren.

Meditation auf andere Art

In den letzten Jahren hat sich immer wieder herausgestellt, dass in schwierigen Phasen in denen andere vielleicht eine Art autogenes Training absolvieren mir es ungeheuer gut tut, bis dahin noch unbehandeltes Terrain abzugehen und zu bereinigen. Dieser etwas seltsam sinnlose Vorgang analytisch betrachtet hat einen sehr beruhigenden Einfluß auf mich und ich kann während dieser Zeit sehr gut innerlich aufräumen. Dass das nicht unbedingt nur mir so geht beweisen die vielen „Planierraupen“ die gebaut wurden, die ich allerdings nicht nutze sondern ich tue es auf klassische Art, sowie die Tatsache dass „mann“ es im allgemeinen als angenehm ansieht mit einem (möglichst fahrbaren) Mäher große Flächen zu „behandeln“, ja ich hatte mal in einer dieser unsäglichen Sendungen in denen Menschen sich gegenseitig irgendwelche Lebensträume erfüllen können die dann publizistisch ausgeschlachtet werden gesehen dass es „die Erfüllung des Lebens“ für jemanden bedeutete einen Fußballrasen mähen zu dürfen. Da haben wir es auf dem Grid doch wesentlich einfacher. 🙂 Hinterher hab ich immer das Gefühl einiges „geglättet“ und bereinigt zu haben. Nun, wie so oft zitiert: Wer heilt hat Recht, oder in diesem Fall leicht abgewandelt: Womit geheilt wird ist richtig. 😉

(K)(l)eine Arena

Ausstellungshalle
Ausstellungshalle

Wer sich fragt, was ich da gerade auf dem Bild mache, ob dort vielleicht das neue OSGrid-Fußball-Stadion entsteht oder eine Art virtuelles Guggenheim… Mit Letzterem liegt man gar nicht so schlecht. Es ist der Versuch, eine Ausstellungshalle zu bauen, um Bilder und Fotos zu zeigen, und zwar nicht der übliche viereckige Kasten, sondern mal was Ausgefalleneres.

Allerdings sind das nur Vorentwürfe bzw. Tests, die gerade dort entstehen. Bauen werde ich das Ding wohl auf einem lokal laufenden Grid, um es dann vielseitig einsetzen zu können.

Was zum Spielen, was zum Basteln …

… und was zum Lachen mal in diesem Fall. Einen kleinen Einblick in die Vielfalt eines OpenSource-Projektes liefert folgender Schnipsel:

[code lang="csharp"]public void ResetChildPrimPhysicsPositions()
{
AbsolutePosition = AbsolutePosition; // could someone in the know please explain how this works?

// teravus: AbsolutePosition is NOT a normal property!
// the code in the getter of AbsolutePosition is significantly different then the code in the setter!
}[/code]

Schauen wir uns das mal an: Der Inhalt einer Variable wird ohne weitere Modifikation derselben zugewiesen. Und jemand schreibt dazu: Kann mir ein Wissender einmal erklären, wie das funktionieren soll? Zu Recht, glaubt man zunächst. Ich finde das „in the know“ wirklich Klasse, viel netter als im Deutschen und humorvoll. Und auch das „how“ ist nett, denn DASS es klappt ist ja eh klar, die Frage ist nur: Was soll das überhaupt?

Die Antwort dazu liefert nicht wirklich Aufschluss, ist auch ziemlich trocken, lediglich sagt sie im Prinzip: „Macht Sinn“. Sicherlich mag nicht jeder darüber schmunzeln können, ich jedoch musste herzhaft lachen als ich über diesen kleinen Ausschnitt des OpenSim-Projekts gestolpert bin.

Mein Kommentar dazu: Oh ja, es mag tatsächlich Sinn machen. Und zwar dann, wenn der Inhalt der Variable vorher nicht „sauber“ war. Wir kennen das von arithmetischen Zuweisungen im Shell-Bereich. Nehmen wir einmal folgenden Befehl:

[code lang=“bash“] zahl = “     5″[/code]

Damit steht in der Variable „zahl“ ein String der hinten nach einer Zahl riecht. Sauber ist das natürlich nicht, und das simple Statement:

[code lang=“bash“]zahl = `expr $zahl`[/code]

bereinigt die Situation. Jetzt steht tatsächlich nur noch die Ziffer 5 in der Variable zahl. Eine Art trimmen hat stattgefunden. Jetzt mag man sagen, aber das steht doch oben nicht im Code, da fehlt doch der Aufruf eines Programms wie „expr“. Dabei vergisst man aber, dass Hochsprachen-Compiler Code generieren der das sogenannte Coercion ausführt, eine Typwandlung zum möglichst Passenden. So wird ein String „5“ der durch irgendeinen dummen Zufall in einer Integer-Variable enthalten sein mag durch eine erneute Zuweisung zu einer echten Zahl. Allerdings hätte da bei der primären Zuweisung schon dasselbe passieren sollen aber das hat möglicherweise ein Dritter gebaut 😉

Und nein, ich werde meine Gedanken dazu nicht in die Quelldateien einbauen, erstens bin ich nicht Mitglied des ehrenwerten Gremiums und zweitens – bei allem Verständnis für humorvolles Arbeiten – finde ich einen chat über die Sourcen dann doch etwas mühsam. ^^

Schaffe, schaffe, Möbel packe

Nachdem ich meine Hütte auf Utopia mit einem zweiten Geschoss versehen habe, fiel mir heute Nachmittag auf, dass die zweite Etage ja ziemlich leer und ungemütlich ist. Dabei bietet gerade sie sich als Platz zum Hocken an. Leider sind Möbelläden auf Metropolis noch Mangelware, aber ich wollte nicht auch noch die nächste Etage mit Baumstämmen ausstatten.

Also habe ich mein Second Inventory angeworfen. Das hatte ich ursprünglich mal angeschafft, um Objekte von SL auf die OpenSim zu transportieren, aber mit seiner restriktiven Rechtehandhabung erlaubt SL das nicht außer für vollkommen eigene Objekte.

Anders verhält sich das bei Open Sim, und so habe ich mal einen tollen Relax-Stuhl, den Bert vor Kurzem mal gebastelt hat, rübertransferiert. Das Ganze ging problemlos mitsamt Skripten und Animation.

Allerdings bin ich jetzt auf Utopia laut Eigenschaften der Creator – was natürlich nicht stimmt.

Basteln, basteln, basteln

Nun, es wird allmählich etwas belebt auf meinem Stück Land mit Namen ‚Vanaltens Restplace‘. Diese Parzelle erstreckt sich ja hier – anders als in unterteilten Regionen üblich – auf die gesamte Region ‚Vanalten‘. Erste Bäume hab ich heute ‚gepflanzt‘ und zwei Treppen an das Grundgerüst vom Haus angeflanscht. Ich mag diese Technik mit den cut-path-Zylindern die dann einen angenehmen Zugang ermöglichen aus jeder Richtung. Bin ja nicht so der Typ der Enge mag wie bekannt 😉

Apropos Bäume, wenn wir das Problem mit den Links in den Griff bekommen haben – das hat zunächst Priorität – dann möchte ich auch gerne die geliebten Copses wieder implementieren, so nenn ich sie immer: Es handelt sich um selbst wachsende und sich vermehrende Bäume, ein nettes Feature. Man sollte allerdings darauf achten das Ganze etwas zu begrenzen, sonst hat man schnell ein nahezu undurchdringliches Dickicht (gut, es ist alles phantom, insofern ^^). Diese sich selbst fortpflanzenden Teile sind tatsächlich nett, denn es kehrt etwas virtuelles Leben ein und die Situation die man vorfindet ist nicht immer dieselbe. Es kann sehr erstaunlich sein was es bedeutet wenn manchmal 100 unerwartete Bäume irgendwo rumstehen, ganz abgesehen davon dass man auch unter Umständen damit konfrontiert wird zumindest temporär im Wohnzimmer die Äste einer Eiche durch die Wände kommen zu sehen.

Die Geschichte mit den linked-Prims ist wirklich lästig, nun ich hab das Verzeichnis mal kopiert und eingefroren, werde übersichtliche Versionen der Config-Files erzeugen und dann in einen exakten Vergleich einsteigen um festzustellen, was da jetzt so anders ist im Vergleich zu unserer sauberen 0.6.6er (die übrigens immer noch stabil läuft, siehe hier). Im Moment müssen wir halt zur Not auf die Sandbox ausweichen, denn wie Roland mir erzählt hat klappt das Übertragen dort verlinkter Objekte zu unseren Regionen einwandfrei und der Verbund bleibt auch erhalten.

ErSchaffung

Virtuelle Welten sind in Mode. Tatsächlich ist die Künstlichkeit dieser Produkte gar nicht so ausgeprägt, denn viele Mechanismen unserer sogenannten realen Welt funktionieren auch hier. Das lässt sich alleine schon daraus ableiten, dass in Umgebungen wie SecondLife recht schnell all das zählt, was auch in TerraLife eine Rolle spielt: Grundbesitz, Machtausübung durch Barrieren, Glamour-Kram, und natürlich Geld und Sex. Bei allen Möglichkeiten die dort potentiell geboten werden, ist es erschreckend und ernüchternd, wie schnell dieselben Methoden greifen wie im RealLife. Aber die existierenden Parallelen sind nicht nur negativ besetzt, denn die Tatsache, dass eben doch dieselben Inhalte sich durchsetzen, ermöglicht erstaunlicherweise eine Übertragung von Erfahrungswerten aus der einen in die andere Welt. Und so sehr es auch immer behauptet wird es sei nicht der Fall (SL ist SL und RL ist RL ist eine beliebte Floskel), die Amplituden mögen unterschiedlich hoch ausschlagen bei den jeweiligen Aktiväten, der Grundton ist derselbe.

Mir bedeuten diese Welten eine Möglichkeit, mit einem wundervollen Legobaukasten spielen – und ja – auch arbeiten zu können. Denn ernsthaft und begeistert betriebenes Spiel hat auch immer einen etwas anstrengenden Aspekt, denn es fordert. So wie der Modellbauer Zug um Zug seine Grenzen erweitert, immer komplexere Systeme schafft, so macht auch mir es Freude, immer mehr zu erzeugen, das entweder schön anzusehen, unterhaltsam zu beobachten oder freudig zu teilen ist.