Home, sweet Home

Gibt es in einer virtuellen Online-Welt so etwas wie ein Zuhause? Hat der Begriff Heimat zwischen Prims und Partikeln Platz? Können beim Gedanken an ein Stück Pixelwiese Sehnsuchtsgefühle aufkommen?

Ich für meinen Teil kann diese Frage ganz klar mit „Ja“ beantworten. Meine Heimat in Second Life heißt Scimitar. Dieser Ort, weit oben im Mainland von Second Life gelegen, ist zwar nicht der erste Ort, an dem ich in Second Life „wohnte“, aber zumindest der Ort, an dem ich die meiste und intensivste Zeit am Stück verbracht habe.

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Avatar-Entwicklung

Heute habe ich mir mal die „neuen“ Avatare in Second Life angeschaut. Nun, so neu sind sie vermutlich nicht, da ich lange Zeit dort ganz einfach nicht aktiv war. Mir gefällt, dass die Auswahl nun um einiges größer ist, wenngleich ich mich gefragt habe – warum es nur die drei Kategorien „Normal“, „Vampir“ und „Klassisch“ gibt.

Als ich das Bild geschossen habe, habe ich dann auch noch festgestellt, dass die interne Screenshotfunktion im SL-Viewer jetzt Filter kann. Man muss ja mit der Zeit gehen… 😀

Auf Urlaub in Second Life

Der wohl größte Motor, der die Ökonomie im Second Life-Universum am Laufen hält, ist der Handel mit Land. Wer tiefer in die virtuelle Welt von Linden Labs einsteigt, wird früher oder später den Wunsch haben, ein eigenes Stück virtuelles Land zu besitzen, ein Zuhause, in dem er privat ist – ob mit seinen Freunden oder alleine. Daran verdient nicht nur Lnden Labs das Gros seines Geldes, auch unzählige andere geschäftstüchtige Residents wollen mitverdienen. Dass dieses Schneeballsystem nur bedingt funktioniert, habe ich bereits an anderer Stelle aufgezeigt.

Fast immer hat der „Endkunde“ das Nachsehen, denn häufig ist eigenes Land vollkommen überteuert – ganz zu schweigen von einer eigenen Sim, den knapp 65.000 Quadratmetern eigenem Paradies, der eigenen einsamen Insel, für die Linden Labs geradezu utopische Summen verlangt.

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Second Life bald im Webbrowser?

Zumindest verdichten sich Informationen, wonach LindenLabs genau das im November testen will. Möglicher Hintergrund ist, dass SL auf diesem Wege neue Nutzer bekommen soll, denen es ansonsten zu beschwerlich wäre, den Viewer zu installieren. Für den Test sollen zunächst Zeitraum, Nutzerkreis und besuchbare Orte beschränkt sein.

Vom Ausgang des Tests hängt dann vermutlich ab, ob dieses Projekt mit dem Arbeitstitel „Skylight“ weiterverfolgt wird. Sollte „SL im Browser“ kommen, dürfte es wohl nur eine Frage der zeit sein, ehe auch der Zugriff auf OpenSim über Browser möglich ist.

(via kueperpunk)

„Einige Nachbarn sind vorbei gekommen …

… um dich zu begrüssen.“ So heißt es doch immer so nett bei den Sims. Und so war es denn auch heute, und es gab schon Gastgeschenke: Baumstämme zum sitzen, ein Planierscript (das ich nicht wirklich brauche, aber es ist ja gut gemeint) und einen Prim mit einer Status-Seite. Letzteres ist wirklich nett, da man damit eine Übersicht gewinnt wer gerade online ist. Die Gemeinde ist noch sehr klein von Metropolis, aber ich bin beeindruckt von ihrer Freundlichkeit. Dass es sich um überwiegend Deutsche handelt ist nicht nur nicht schlimm, sondern tatsächlich ganz angenehm. Man erspart sich die Zwischentöne in anderer Sprache die man nicht beherrscht. 🙂

Erste Bearbeitungen des neuen Lands liefen auch sehr problemfrei, die Maschine verhält sich trotz der zwei Sims die sie jetzt parallel betreiben muss anstandslos.

Aber zurück zum Thema: Es ist interessant, dass sich Leute in solch wachsenden Computer-Umgebungen sehr verhalten wie Pioniere im echten Leben. Man hilft sich gerne gegenseitig, ist aber auch auf gewisse Grenzen bedacht, „seine Claims abstecken“ sozusagen. Geht es um gemeinsame Probleme ist man füreinander da. Auch Zeit zum Sitzen und Reden hat eigentlich fast immer jeder. Auch sind Stippvisiten angesagt, und das nicht nur aus Freundlichkeit, sondern auch aus Neugierde, ob sich der Neue wohl richtig verhält? Tut er irgendwelche Dinge die die Gemeinschaft abschrecken könnten? Ist er brauchbar? Ist er ein Aufschneider? Unterstützt er die gemeinsame Sache?

Verständlich, dass das die Leute umtreibt die am Kern der Sache mitwirken. Und Metropolis scheint tatsächlich in den Startlöchern zu stehen als einer derjenigen, der das Erbe von SL antreten wird. Nachdem die Beschränkungen dort anfangs noch wirkten, sind sie mittlerweile nur noch albern. Und eine Gemeinschaft die daraus besteht, dass sozusagen ein „Gesellschafts-Server“ betrieben wird der den Zusammenhalt regelt, in der aber ansonsten jeder seinen eigenen Claim für sich selbst organisieren muss – keine Beschwerden über schlechte Performance bitte 😉 – könnte Zukunft haben. Die Weite des Landes macht es möglich viel toleranter zu sein, als wenn du nur 1024qm hast und neben dir jemand einen 100m hohen Wolkenkratzer hochzieht. Findet das mit 200m Distanz statt ist es schon etwas ganz anderes, mal davon zu schweigen, dass durch die Einschränkung der Sichtweite solche Gebäude eh kaum auffallen.

So muss ich zugeben, dass diese kleine Gemeinde einen gewissen Charme hat. Man lässt sich überwiegend in Ruhe („ich will dich jetzt nicht weiter stören, du hast ja noch viel zu tun“) und die bisherigen Kontakte waren ausnahmslos angenehm. Demnächst werde ich mal die Umgebung etwas erkunden und meinerseits nachbarschaftliche Besuche abstatten. Anders als Besucher bei den SIMs geht man dort glücklicherweise nicht gleich zum Kühlschrank oder benutzt ohne zu fragen die Toilette. Gut – die Auswirkungen bei den sanitären Einrichtungen im Simland sind auch unter Umständen drastischer. 😉

ErSchaffung

Virtuelle Welten sind in Mode. Tatsächlich ist die Künstlichkeit dieser Produkte gar nicht so ausgeprägt, denn viele Mechanismen unserer sogenannten realen Welt funktionieren auch hier. Das lässt sich alleine schon daraus ableiten, dass in Umgebungen wie SecondLife recht schnell all das zählt, was auch in TerraLife eine Rolle spielt: Grundbesitz, Machtausübung durch Barrieren, Glamour-Kram, und natürlich Geld und Sex. Bei allen Möglichkeiten die dort potentiell geboten werden, ist es erschreckend und ernüchternd, wie schnell dieselben Methoden greifen wie im RealLife. Aber die existierenden Parallelen sind nicht nur negativ besetzt, denn die Tatsache, dass eben doch dieselben Inhalte sich durchsetzen, ermöglicht erstaunlicherweise eine Übertragung von Erfahrungswerten aus der einen in die andere Welt. Und so sehr es auch immer behauptet wird es sei nicht der Fall (SL ist SL und RL ist RL ist eine beliebte Floskel), die Amplituden mögen unterschiedlich hoch ausschlagen bei den jeweiligen Aktiväten, der Grundton ist derselbe.

Mir bedeuten diese Welten eine Möglichkeit, mit einem wundervollen Legobaukasten spielen – und ja – auch arbeiten zu können. Denn ernsthaft und begeistert betriebenes Spiel hat auch immer einen etwas anstrengenden Aspekt, denn es fordert. So wie der Modellbauer Zug um Zug seine Grenzen erweitert, immer komplexere Systeme schafft, so macht auch mir es Freude, immer mehr zu erzeugen, das entweder schön anzusehen, unterhaltsam zu beobachten oder freudig zu teilen ist.