Wann kommt der browserbasierte Viewer?

Wann kommt ein nutzbarer browserbasierter Viewer für Second Life und Open Sim? Die Grid Gazette berichtete Ende November, dass die Firma Tipodean Technologies am 6. Dezember einen „ordentlichen browserbasierten Viewer“ auf Grundlage der 3D-Engine Unity herausbringe. Seitdem habe ich immer mal wieder auf der Canvas-Seite (Canvas heißt der browserbasierte Viewer) nachgeschaut.

Dort ist in der Tat der 6. Dezember als Release-Date angegeben, allerdings finden sich dort keine Möglichkeiten, das Ding zu nutzen. Nur Screenshots und eine Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse, die man kontaktieren soll, wenn man Interesse daran hat.

Dabei sind die Screenshots durchaus vielversprechend, denn sie zeigen zugleich, was „Canvas“ nicht kann: Man wird den Viewer offenbar zur Kommunikation und Interaktion nutzen können, nicht aber, soweit ich es sehe, zur Erstellungen von Inhalten. Nun, den meisten wird das auch ausreichen, und für den schnellen Besuch zwischendurch könnte solch ein Tool ideal sein.

Web on a Prim continued: Einstellungen, Features und Umwege

Nun habe ich doch einmal die Sicherheitseinstellungen getestet, also den Zugriff auf bestimmte URL-Muster zu begrenzen. Und ich hatte Recht: Irgendeine Einstellung in Second Life (oder in der Sandbox, die ich nutzte, um das Ganze auszuprobieren) verhinderte, dass ich die erlaubten URL-Muster auf wolfsbone.de einschränkte. In OSgrid funktioniert es: *wolfsbone.de* als Filter eingetragen sorgt dafür, dass ich als User in der Adresszeile eintragen kann was ich will, der Browser Zeit immer nur Seiten an, die sich auf der Domain wolfsbone.de befinden. Ist natürlich nachteilig bei externen Links, macht also im Blog nicht so wirklich Sinn. Das Ganze ist ja aber auch dazu gedacht, den Zugriff auf andere Seiten zu unterbinden, wenn man nur bestimmte Seiten anzeigen will. Will man nun verhindern, dass jemand wie wild durch alles Mögliche surft, lässt sich das bis zu einem gewissen Grade auch erreichen, indem man einfach die Adresszeile des Browsers ausblendet (also die Mini-Toolbar statt der Standard-Toolbar einblendet).

Ein sehr gutes und interessantes Feature habe ich noch entdeckt bei meinen Experimenten. Und zwar zeigt die Toolbar eine Lupe an. Zunächst dachte ich, diese Lupe würde den Inhalt des Browsers heranzoomen, was ich nur für begrenzt sinnvoll hielt. Dahinter aber steckt eine wirklich sinnvolle Funktion: Die Kamera zoomt genau auf das Prim, so das ich den Inhalt bestmöglich betrachten kann (wie das aussieht, siehe Screenshot weiter unten).

Ja, und dann war noch die Frage, wie man Nutzern anderer Viewer klar macht, dass in dem gerade verwendeten Prim mehr steckt, als man auf Anhieb vermuten könnte. Die Lösung ist denkbar einfach: Neben der Media-Option lässt sich auch eine ganz normale Textur auf der Fläche laden. Sind die Medien deaktiviert, wird die normale Textur angezeigt. Und die kann man dann ja nutzen, um weitere Informationen zu transportieren:

Dann noch ein ärgerlicher Punkt im Zusammenspiel von Viewer 2 und OSgrid: Offenbar kommt der Viewer nicht ganz mit den Dingen, die unter Aussehen definiert wurden, klar. Zunächst konnte ich mich nur als Wolke sehen, und nachdem ich neue Outfits angelegt hatte, wurden diese immer dann teilweise überschrieben, wenn ich mich wieder mit einem anderen Viewer einloggte. Teilweise trug mein Avatar einzelene Teile doppelt, was dann zu unschönen Effekten führte.

Web on a prim – was funktioniert, was nicht

Voller Begeisterung über die Web-on-a-Prim-Funktionalität des Viewer 2 habe ich mich mal zu ein paar Tests hinreißen lassen – sowohl in OSGrid als auch im Vergleich dazu in Second Life (in der Sandbox). Wie Bert ja schon andeutete, schafft dieses Feature wahrlich neue Möglichkeiten Inworld, lässt es doch alle Beschränkungen hinter sich (oder sagen wir mal: viele), die kreatives Arbeiten jenseits der Bautätigkeit behindern.

Also zunächst einmal das, was der Browser kann: sehr, sehr viel. Alleine schon dass man mit der jeweiligen Webseite auf dem Prim interagieren kann wie in jedem anderen Browser, ist revolutionär. Man kann scrollen, Text markieren, auf Links klicken und Formularfelder ausfüllen. Aber der Browser kann offenbar noch mehr: Javascript & Co. scheinen für ihn ebenfalls kein Problem zu sein. Mir gelang es nicht nur mühelos, dieses Blog auf einem Prim aufzurufen. Ich konnte mich in den Administrationsbereich einloggen. Ich konnte den Editor aufrufen – für sich genommen relativ profane Dinge, an denen aber schon die meisten Handy-Browser scheitern. Noch mehr: Ich konnte sogar die Mediengalerie aufrufen und (vorhandene) Bilder einfügen. Was ich nicht konnte, war neue Medien hochzuladen, aber das scheint auch naheliegend. Ich nehme mal an, dass berechtigungen im Dateisystem verhindern, dass ich darauf zugreifen kann (er müsste ja auf das Dateisystem des Grids zugreifen, logisch, dass das nicht geht). Ich vermute, dass ein solcher Aufruf (Zugriff auf das Dateisystem) schon Viewerseitig untersagt ist.

Hier jedenfalls mal ein paar Screenshots, wie ich mich auf dem Blog (mit markiertem Text) und im Admin-Bereich des Blogs bewege:

Zunächst wunderte ich mich, dass die Webseiten-Darstellung beim Relog nicht mehr vorhanden war und ich den Home-Button in der eingeblendeten Leiste klicken musste, damit die Seite aufgerufen wird. Nach ein bisschen Googeln stellte ich aber fest, dass man lediglich die automatische Wiedergabe von Medien einstellen muss, damit auch die Seite direkt (also ohne zusätzliche Interaktion des Nutzers) angezeigt wird.

Etwas hakelig scheinen noch die Berechtigungseinstellungen zu sein. So wurde mir beispielsweise – wenn ich als Besitzer des Prims untersagte, dass jeder die Steuerungsleiste nutzen darf – auch als Besitzer die Steuerungsleiste nicht mehr angezeigt, obwohl das Häkchen „Eigentümer darf Steuerungsleiste nutzen“ gesetzt war.

Was leider auch nicht angeboten wird (im Viewer 2) ist die Möglichkeit, beim anklicken des Prims die Medien wiederzugeben. D.h., ich muss entweder die Steuerungsleiste sehen oder die Parzellenmedien automatisch wiedergeben.

Was in Secondlife nicht so recht zu funktioniert hat, war die Whitelist (welche Seiten dürfen aufgerufen werden). Google.com als Eintrag wurde akzeptiert. Wolfsbone.de/simworlds nicht. Ich vermute, dass das eine Einstellung in Second Life ist, habe es aber in OSGrid noch nicht getestet.

Äußerst schade ist natürlich auch, dass das Feature (noch) nicht von anderen Viewern unterstützt wird. Das liegt aber wohl daran, dass es eher ein Viewer-Feature als ein Inworld-Feature ist. Mit meinem eher bescheidenen technischen Verstand würde ich vermuten, dass die einzige Erweiterung Inworld darin besteht, dass im Prim eine URL hinterlegt wird (und die Anweisung, auf welcher Seite des Prims diese dargestellt werden soll sowie diverse Berechtigungen), alles andere macht der Viewer.

Web on a Prim mit dem Viewer 2

„Web on a Prim“ scheint mittlerweile Problemlos möglich zu sein. Und zwar nicht so, wie man es bisher machte (kompliziert mit Media-Textur über die Landeinstellungen), sondern pro Prim und einfach über die Textureinstllungen. Das ist aber nicht das einzig neue: Hat man eine URL für eine Adresse definiert, wird aus dem Prim sogar ein vollwertiger Browser, über dem eine Adressbar eingeblendet wird. Allerdings (und hier kommt ein kleiner Haken): Das Ganze funktioniert nur mit dem Viewer 2 (von Linden). Ich habe es in SL selbst ausprobiert. Ältere (oder andere aktuelle Viewer wie der Hippo) scheinen das Feature nicht zu unterstützen. Dass es aber grundsätzlich auch in OpenSim läuft, demonstriert folgendes Video (via Grid-Gazette):

Umzugsservice von A nach B

Mit der Zeit häufen sich auch im virtuellen Dasein eine Menge Güter an. Die alte Erkenntnis aus der materiellen Welt – je größer die Wohnung, desto mehr Plunder – gilt auch, und erst recht, für die virtuelle Welt, denn das Inventar ist riesig.

Es lohnt sich, Ordnung in diesem Inventar zu halten. Nicht nur, während man sich in der virtuellen Welt aufhält („Wo waren noch einmal diese tollen Schuhe, die ich vor einem halben Jahr mal gekauft habe?“), sondern auch für den Fall, dass man mal umzieht.

Second Life ist diesbezüglich mal wieder etwas „kastriert“, denn nach den neuesten Spielregeln von Linden Lab dürfen nur solche Objekte exportiert werden, die man selbst erstellt hat. Fast könnte man meinen, die Lindens hätten sich das bei einem anderen Weltenschöpfer abgeguckt, denn bekanntermaßen nimmt man auch aus diesem ganz unvirtuellen Leben nichts mit.

Für OpenSim gelten diese Beschränkungen nicht. Einen Weg, Ländereien, Güter und Besitztümer von A nach B zu transportieren, stellt die Möglichkeit einer OAR-Datei dar. Wie das funktioniert, habe ich bereits an anderer Stelle geschildert.

Allerdings haben manche Viewer auch eingebaute Möglichkeiten, virtuelle Gegenstände zu exportieren und in einem anderen Grid wieder zu importieren. Der offizielle Linden-Viewer bietet diese Möglichkeit nicht, aber der Hippo Viewer beherrscht den Export von Objekten, ebenso der Imprudence-Viewer, der von OSGrid als Standardviewer empfohlen wird.

Über die Konsole gibt s zwar auch die (experiementelle) Möglichkeit, ein komplettes Inventar zu exportieren, beim Export über den Viewer jedoch mus das Objekt gerezzt sein. Anschließend muss das Objekt noch markiert, sein, ehe man mit dem Export beginnen kann. Die Position der jeweiligen Prims wird ebenso mitexportiert wie die Information, ob die Prims verlinkt sind. Gespeichert wird das Ganze in einer XML-Datei.

Ebenfalls mitexportiert werden die Texturen, die der Viewer jeweils in Dateien ablegt, die die bisherige UUID als Dateinamen tragen.

Beim Import hat man dann die Wahl, entweder nur das Objekt selbst oder die Texturen gleich mit zu importieren.

Nach meinem subjektiven Empfinden beherrscht der Imprudence Viewer den Im- und Export ein wenig besser als der Hippo Viewer. Zumindest erhielt ich beim Imprudence keine Fehlermeldung, während der Hippo meckerte, dass er die eine oder andere Textur nicht tranportieren konnte.

Nicht mit exportiert werden Skripte und Animationen, die in den Prims enthalten sind. Während Skripte einfach per Copy & Paste neu angelegt werden können (sofern man die notwendigen Rechte auf das Skript hat), muss man die Animation als Kopie auf der Festplatte haben und sie neu hochladen.

Wichtig zu wissen ist noch: Im Zielgrid wird der importierende Avatar auch als Creator eingetragen.

Objekte (Prims) im Hippo Viewer exportieren und wieder importieren

Der Hippo Viewer (Download-Link übrigens hier) bietet eine elegante Möglichkeit, Objekte aus einem Grid zu exportieren und in ein anderes wieder zu importieren:

Einfach das gewünschte Objekt mit Rechtsklick/Edit auswählen und im Menü dann über „More“ weiterhangeln, bis der Menüpunkt „Export“ erscheint. Dort draufklicken. Nun öffnet sich ein Speicherfenster und das Objekt kann als XML exportiert werden (standardmäßig schlägt er „untitled.xml“ als Dateinamen vor, aber das „untitled“ kann auch umbenannt werden.

Nun im anderen Grid einfach über die Menüleiste „File/Import“ gehen und das Objekt wieder importieren. Es rezzt dann unmittelbar neben dem Avatar. Das funktioniert auch mit verlinkten Objekten! Was er nicht kann, ist Texturen, Animationen und Skripte importieren. D.h., sofern die Objekte z.B. keine Standard-Texturen haben muss dann noch einmal nachgearbeitet werden.

Ob das Ganze auch mit SL funktioniert, habe ich noch nicht getestet. Dort gilt aber beim Export sicher auf jeden Fall, dass man nur eigene Kreationen exportieren darf.

Hippo-Viewer vs. Second Life Viewer 2

Vor längerer Zeit schon einmal hatte ich den Hippo Open Sim Viewer ausprobiert, und ich kann gar nicht mehr sagen, aus welchem Grund ich ihn nicht mochte. Jedenfalls bot der Test mit dem Metropolis-Grid einen guten Anlass, ihn mal wieder zu installieren. Dazu muss ich sagen, dass ich bis dahin den Second Life Viewer 2 für Second Life und den Open Sim Viewer für Open Sim in Benutzung hatte.

Nachdem ich nun den Hippo Viewer ein paar Tage benutzt habe, bin ich ganz begeistert davon. Der Viewer bietet im Login-Screen nicht nur die Möglichkeit, relativ Problemlos zwischen verschiedenen Grids und Sims zu wechseln (darunter auch lokalen), er ist auch wesentlich flotter als alles, was ich bislang in Benutzung hatte. gegenüber dem Open Sim Viewer hebt er sich außerdem damit ab, dass er einige kleine, nette Zusatzfeatures bietet. Zum Beispiel eine über den Bildschirm einstellbare Sichtweite (dazu muss man in anderen Viewern immer in die Optionen), sofern man die Kamera-Optionen aktiviert hat.

Gegenüber dem Secondlife-Viewer 2 (der alte Viewer funktioniert ja leider nicht mehr in Second Life) hebt sich der Hippo aber besonders wohltuend ab, indem er nicht nur wensentlich schneller startet und arbeitet als der auf Web2.0 getrimmte SL-Client. Er bietet auch die liebgewonnene „alte“ Optik – und trotzdem kann man ihn mit Second Life nutzen.

So kann ich schon nach ein paar Tagen Nutzung sagen: Der Hippo Viewer ist der Client meiner Wahl!