Beeindruckende Ansichten/Aussichten aus einem anderen Universum

Heute habe ich mir auf meinem Desktop-Rechner zusätzlich zu meinem Windows XP (über das ich (fast) keinen Grund zur Klage habe) Ubuntu installiert. Einmal abgesehen davon, dass diese Prozedur so geschmeidig lief wie’s Katzenmachen – kein Vergleich zu früheren Jahren, wo diverse Hand- und Kopfstände nötig waren, um ein funktionsfähiges Linux auf den eigenen Rechner zu bekommen – wollte ich natürlich auch wissen, ob und wie OpenSim unter Linux läuft. Also flugs den Hippo Viewer für Linux heruntergeladen. Die Installation funktionierte so, wie man es von Windows auch kennt. Er legte den Viewer in einem Unterverzeichnis meines Home-Ordners ab und startete dann anstandslos. Lediglich bei einem zweiten Start musste ich in dem Ordner erst das richtige Script suchen, um den Viewer zu starten – hier könnte Hippo an der Verständlichkeit noch etwas nachbessern (das Startscript könnte ja z.B. „Start-Hippo-Here“ heißen).

Ansonsten bin ich schwer beeindruckt. Mir präsentierte sich auf unserer Sim eine flüssig laufende und schnell aufbauenende Umgebung. Das einzig Störende ist, dass das Antialiasing nicht zu funktionieren scheint. So sehen manche Sachen (z.B. die Fahnenmasten) aus der Ferne ziemlich eckig und kantig aus. Dafür aber läuft die Darstellung gefühlt dreimal so geschmeidig wie unter Windows.

Als nächstes werde ich mal ausprobieren, ob der Hippo-Viewer unter Ubuntu auch in Second Life funktioniert.

Hier ein paar Screenshots, die einen kleinen Eindruck vermitteln, wie sich OpenSim/OSgrid unter Ubuntu anfühlt:

Umzugsservice von A nach B

Mit der Zeit häufen sich auch im virtuellen Dasein eine Menge Güter an. Die alte Erkenntnis aus der materiellen Welt – je größer die Wohnung, desto mehr Plunder – gilt auch, und erst recht, für die virtuelle Welt, denn das Inventar ist riesig.

Es lohnt sich, Ordnung in diesem Inventar zu halten. Nicht nur, während man sich in der virtuellen Welt aufhält („Wo waren noch einmal diese tollen Schuhe, die ich vor einem halben Jahr mal gekauft habe?“), sondern auch für den Fall, dass man mal umzieht.

Second Life ist diesbezüglich mal wieder etwas „kastriert“, denn nach den neuesten Spielregeln von Linden Lab dürfen nur solche Objekte exportiert werden, die man selbst erstellt hat. Fast könnte man meinen, die Lindens hätten sich das bei einem anderen Weltenschöpfer abgeguckt, denn bekanntermaßen nimmt man auch aus diesem ganz unvirtuellen Leben nichts mit.

Für OpenSim gelten diese Beschränkungen nicht. Einen Weg, Ländereien, Güter und Besitztümer von A nach B zu transportieren, stellt die Möglichkeit einer OAR-Datei dar. Wie das funktioniert, habe ich bereits an anderer Stelle geschildert.

Allerdings haben manche Viewer auch eingebaute Möglichkeiten, virtuelle Gegenstände zu exportieren und in einem anderen Grid wieder zu importieren. Der offizielle Linden-Viewer bietet diese Möglichkeit nicht, aber der Hippo Viewer beherrscht den Export von Objekten, ebenso der Imprudence-Viewer, der von OSGrid als Standardviewer empfohlen wird.

Über die Konsole gibt s zwar auch die (experiementelle) Möglichkeit, ein komplettes Inventar zu exportieren, beim Export über den Viewer jedoch mus das Objekt gerezzt sein. Anschließend muss das Objekt noch markiert, sein, ehe man mit dem Export beginnen kann. Die Position der jeweiligen Prims wird ebenso mitexportiert wie die Information, ob die Prims verlinkt sind. Gespeichert wird das Ganze in einer XML-Datei.

Ebenfalls mitexportiert werden die Texturen, die der Viewer jeweils in Dateien ablegt, die die bisherige UUID als Dateinamen tragen.

Beim Import hat man dann die Wahl, entweder nur das Objekt selbst oder die Texturen gleich mit zu importieren.

Nach meinem subjektiven Empfinden beherrscht der Imprudence Viewer den Im- und Export ein wenig besser als der Hippo Viewer. Zumindest erhielt ich beim Imprudence keine Fehlermeldung, während der Hippo meckerte, dass er die eine oder andere Textur nicht tranportieren konnte.

Nicht mit exportiert werden Skripte und Animationen, die in den Prims enthalten sind. Während Skripte einfach per Copy & Paste neu angelegt werden können (sofern man die notwendigen Rechte auf das Skript hat), muss man die Animation als Kopie auf der Festplatte haben und sie neu hochladen.

Wichtig zu wissen ist noch: Im Zielgrid wird der importierende Avatar auch als Creator eingetragen.

Geschmeidig, schnell und freundlich

Seit rund einer Woche treiben wir uns jetzt im Metropolis-Grid herum und die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. Sicher gibt es noch das eine oder andere technische Problemchen, das gelöst werden will (zurzeit z.B. grübeln wir, warum es auf unseren Sims nicht möglich ist, Prims zu verlinken – eine Lösung dafür gibt es aber sicherlich), aber dafür sind die Leute, die wir bisher getroffen haben, nett und hilfsbereit und die Performance ist einfach super. Nicht nur, dass der Hippo-Viewer super schnell ist, auch die Sims selbst haben durchweg eine gute Performance.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Landschaften auf Metropolis nicht so zugemüllt sind wie in SL – und das, wobwohl eine vielfache Menge an Prims möglich ist (und teilweise auch schon reichhaltig genutzt wird).

Ich habe damit begonnen, Utopia, „meine“ Sim ein wenig auszubauen. Neben einem Berghäuschen habe ich mal ein paar Bäume aufgestellt und Feuer gemacht. Die Objekte auf der Sim versuche ich nach Möglichkeit copyable zu machen (geht natürlich nur bei eigenen und selbst hochgeladenen Objekten). Die Skripte, z.B. das Sitzskript in dem Holz-Log, auf dem man sitzen kann oder in dem Feuer habe ich teilweise von entsprechenden Seiten, die freie Skripte für SL und Open Sim anbieten. Sie sind dann jeweils auf das entsprechende Objekt angepasst.

Heute habe ich mit Bert darüber gesprochen, dass wir mal eine kleine Galerie aufbauen wollen mit selbst erstellten Texturen. Das Projekt wird wohl ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, da die Texturen ja erst mal erstellt werden müssen (nein, wir sind keine Grafik-Profis, aber mit fotografierten Dingen in der Natur kann man auch schon ganz gute Resultate erzielen).

Was meiner bisherigen Erfahrung nach nicht so gut funktioniert, ist der Transport in andere Grids, zum Beispiel ins OSGrid. Hatte das zunächst mal ganz gut geklappt, komme ich auf bestimmte Sims nicht mehr drauf, zum Beispiels Snoopies Freebie-Shop (da gabs eigentlich ganz gute Sachen). Kennt vielleicht jemand die Ursache?

Objekte (Prims) im Hippo Viewer exportieren und wieder importieren

Der Hippo Viewer (Download-Link übrigens hier) bietet eine elegante Möglichkeit, Objekte aus einem Grid zu exportieren und in ein anderes wieder zu importieren:

Einfach das gewünschte Objekt mit Rechtsklick/Edit auswählen und im Menü dann über „More“ weiterhangeln, bis der Menüpunkt „Export“ erscheint. Dort draufklicken. Nun öffnet sich ein Speicherfenster und das Objekt kann als XML exportiert werden (standardmäßig schlägt er „untitled.xml“ als Dateinamen vor, aber das „untitled“ kann auch umbenannt werden.

Nun im anderen Grid einfach über die Menüleiste „File/Import“ gehen und das Objekt wieder importieren. Es rezzt dann unmittelbar neben dem Avatar. Das funktioniert auch mit verlinkten Objekten! Was er nicht kann, ist Texturen, Animationen und Skripte importieren. D.h., sofern die Objekte z.B. keine Standard-Texturen haben muss dann noch einmal nachgearbeitet werden.

Ob das Ganze auch mit SL funktioniert, habe ich noch nicht getestet. Dort gilt aber beim Export sicher auf jeden Fall, dass man nur eigene Kreationen exportieren darf.

Hippo-Viewer vs. Second Life Viewer 2

Vor längerer Zeit schon einmal hatte ich den Hippo Open Sim Viewer ausprobiert, und ich kann gar nicht mehr sagen, aus welchem Grund ich ihn nicht mochte. Jedenfalls bot der Test mit dem Metropolis-Grid einen guten Anlass, ihn mal wieder zu installieren. Dazu muss ich sagen, dass ich bis dahin den Second Life Viewer 2 für Second Life und den Open Sim Viewer für Open Sim in Benutzung hatte.

Nachdem ich nun den Hippo Viewer ein paar Tage benutzt habe, bin ich ganz begeistert davon. Der Viewer bietet im Login-Screen nicht nur die Möglichkeit, relativ Problemlos zwischen verschiedenen Grids und Sims zu wechseln (darunter auch lokalen), er ist auch wesentlich flotter als alles, was ich bislang in Benutzung hatte. gegenüber dem Open Sim Viewer hebt er sich außerdem damit ab, dass er einige kleine, nette Zusatzfeatures bietet. Zum Beispiel eine über den Bildschirm einstellbare Sichtweite (dazu muss man in anderen Viewern immer in die Optionen), sofern man die Kamera-Optionen aktiviert hat.

Gegenüber dem Secondlife-Viewer 2 (der alte Viewer funktioniert ja leider nicht mehr in Second Life) hebt sich der Hippo aber besonders wohltuend ab, indem er nicht nur wensentlich schneller startet und arbeitet als der auf Web2.0 getrimmte SL-Client. Er bietet auch die liebgewonnene „alte“ Optik – und trotzdem kann man ihn mit Second Life nutzen.

So kann ich schon nach ein paar Tagen Nutzung sagen: Der Hippo Viewer ist der Client meiner Wahl!