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Nun, das war gar nicht so schwer. Nur schade, dass screen diesen Bug hat der es notwendig macht das Terminal-Device zu besitzen. Bis ich hier einen Workaround geschaffen habe ist es notwendig alles unter meinem User laufen zu haben. Aber naja, es gibt Schlimmeres.

Dafür sind wir jetzt im Metaversum, und nach einigen Anpassungen befinden wir uns inmitten bunter Regionen, mal was anderes als bisher. Schade nur, dass offensichtlich eine Menge die OpenSim-Version 0.6.9 laufen haben, bei Metropolis zum Download die 0.6.8 angeboten wird (Zitat „solltest du sicherstellen, dass du die neueste freigegebene OpenSim-Version (Link weiter unten) installiert hast“), die aktuelle freigegebene Version jedoch die 0.7.0.2 ist, da hat man dann die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub ;).

Interessanterweise verschwinden die Nachbar-Regionen von Zeit zu Zeit, kein Übergang nach dort ist mehr möglich, aber portiert man sich auf der Karte irgendwo hin ist wieder alles in Ordnung. Nun ja, das wird sich auch noch klären.

Einige Zeit später stellt sich aber heraus, dass die Region mit dieser Version oder in dieser Art nicht betrieben werden sollte, denn hier ist ohne weiteres für fremde User das Einschalten des Godmodes und damit die Übernahme einer Parzelle möglich. Und selbst ohne Eigentümer zu sein kann man die gesamten Regions-Eigenschaften ändern. Am Hippo-Viewer liegt es diesmal nicht (er war gelegentlich im Verdacht den Godmode nicht richtig zu nutzen), sondern offensichtlich an der Zusammenarbeit des Userservers vom Metagrid mit der spezifischen OpenSim-Version. Andere Regionen scheinen – zumindest oberflächlich betrachtet – sicher zu sein.

gibt es Leben außerhalb des Grids?

Nun, ich überlege mir gerade, ob wir den Schritt mit einem zusätzlichen Sim wagen sollten, uns an die Welt von zum Beispiel Metropolis anzuflanschen. Es hätte einen gewissen Reiz, aber es bietet natürlich auch die Gefahr, dass man sich die ’netten‘ Jungs einhandelt (oder auch Mädels im Rahmen der Neuzeit ^^). Aber was können sie schon wirklich anstellen, denn es wäre eh nur ein zusätzlicher – zunächst recht leerer Bereich. Und schließlich hat man ja immer noch die Kontrolle über das Teil.

Noch nicht gesichtet, was Metropolis an der Version gebastelt hat, denn es scheint eine angepasste Version zu sein die dort zum Download angeboten wird. Die sonstigen Voraussetzungen wie feste IP oder Portweiterleitung seitens der Firewall sind ja gegeben, offensichtlich nutzen die Burschen dort die Ports 9051ff für anzubindende Regionen, das käme also nicht in Konflikt mit dem bestehenden Simulator und wir könnten – mit der aktuellen Version – einen zusätzlichen auf die Reise schicken.

Außerdem – und das ist schätze ich der grösste Schritt – müssen wir umschalten von Standalone auf Grid-Mode – und alleine aus diesem Grund bietet es sich schon an neu aufzusetzen, damit uns nicht unsere liebgewonnene Umgebung um die Ohren fliegt 😉

Von falschen Vorstellungen und echten Gefühlen

Unter Menschen, die sich noch nie damit befasst haben, ist es ein weit verbreitetes Vorurteil, dass es reine Zeitverschwendung sei, seine Zeit damit zu verbringen, sich in virtuellen Welten herumzutreiben. Schließlich sei das ja alles nicht echt – virtuelle Güter, die nicht existent sind; künstlich erzeugte Sonnenuntergänge, denen keine Wahrhaftigkeit innewohnt; überhaupt könne man in solchen Welten – auch wenn man anderen Menschen begegnet, gar nicht unterscheiden: Was ist real? Alles könne Schein sein. Auch das, was einem das Gegenüber vorgaukelt. Warum also sich damit befassen, wenn alles nur Schein ist?

Dasselbe, könnte man als Gegenargument ins Feld führen, gilt doch aber auch in gewissem Maße für die so genannte „reale Welt“. Da wird gegaukelt und vorgespiegelt, was das Zeug hält. Wir alle tragen unsere Masken im Alltag wie unser Avatar in der Anderwelt seinen Skin trägt. Vertrauen in andere bildet sich erst mit der Erfahrung. Ein Kind weiß nicht, dass eine Fata Morgana nicht real ist, weil es ihm noch niemand gesagt hat. Wir die Erwachsenen wissen es, weil wir es in Büchern gelesen, im Fernsehen (auch eine Art Parallelwelt) gesehen, von unseren Eltern gehört oder vielleicht sogar selbst festgestellt haben.

Nicht anders verhält es sich auch mit den virtuellen Welten. Mit Sandkasten-3D-Spielen wie Second Life oder Spielewelten wie Myst, die Sims oder Grand Theft Auto. Indem wir diese Spiele spielen, diese anderen Welten ausprobieren, sammeln wir Erfahrungen damit und darin, was daran virtuell ist: Sicher, die Sonnenuntergänge sind aus künstlichem Licht erzeugt, die Häuser aus Pixeln gebaut, ebenso wie die Kreaturen, die sich darin bewegen, und die oftmals unsere Stellvertreter in der künstlichen Dimension sind.

Doch was echt ist, das sind unsere Empfindungen. Ganz gleich, ob wir nun von einer künstlichen Welt angerührt wurden oder doch von einem echten Strand. Die Empfindungen, die wir dabei haben, sind immer real, denn unechte Gefühle können einem höchstens von anderen Menschen entgegen gebracht werden, wir selbst sind stets nur in der Lage, echt, also real, zu empfinden.

Wenn es Gefühle wie Langeweile, Frust oder Enttäuschung sind, die uns beim Anblick dieser Welten beschleichen, dann stimmt es tatsächlich: es ist wahrscheinlich Zeitverschwendung, dass wir uns in diesen Parallelwelten bewegen. Ich behaupte allerdings: Wer nur die vorgenannten Gefühle empfindet, wenn er sich in der Virtualität bewegt, der hat sich nicht ernsthaft damit beschäftigt, denn sonst ergibt sich der Spaß und die Freude von selbst. Wer nur von negativen Gefühlen beschlichen wird, sobald er eine virtuelle Welt betritt, dem ist es vermutlich nicht gelungen, sich erst einmal von seinen eigenen Vorurteilen frei zu machen, einfach neugierig und unvoreingenommen zu sein.

Deshalb: Erst einmal einlassen auf die andere Welt. Man kann dort genauso abtauchen wie in einem guten Buch oder einem unterhaltsamen Film. Und wenn man es wirklich auf sich zukommen lässt, kann das Fühlen sogar intensiver sein!

ErSchaffung

Virtuelle Welten sind in Mode. Tatsächlich ist die Künstlichkeit dieser Produkte gar nicht so ausgeprägt, denn viele Mechanismen unserer sogenannten realen Welt funktionieren auch hier. Das lässt sich alleine schon daraus ableiten, dass in Umgebungen wie SecondLife recht schnell all das zählt, was auch in TerraLife eine Rolle spielt: Grundbesitz, Machtausübung durch Barrieren, Glamour-Kram, und natürlich Geld und Sex. Bei allen Möglichkeiten die dort potentiell geboten werden, ist es erschreckend und ernüchternd, wie schnell dieselben Methoden greifen wie im RealLife. Aber die existierenden Parallelen sind nicht nur negativ besetzt, denn die Tatsache, dass eben doch dieselben Inhalte sich durchsetzen, ermöglicht erstaunlicherweise eine Übertragung von Erfahrungswerten aus der einen in die andere Welt. Und so sehr es auch immer behauptet wird es sei nicht der Fall (SL ist SL und RL ist RL ist eine beliebte Floskel), die Amplituden mögen unterschiedlich hoch ausschlagen bei den jeweiligen Aktiväten, der Grundton ist derselbe.

Mir bedeuten diese Welten eine Möglichkeit, mit einem wundervollen Legobaukasten spielen – und ja – auch arbeiten zu können. Denn ernsthaft und begeistert betriebenes Spiel hat auch immer einen etwas anstrengenden Aspekt, denn es fordert. So wie der Modellbauer Zug um Zug seine Grenzen erweitert, immer komplexere Systeme schafft, so macht auch mir es Freude, immer mehr zu erzeugen, das entweder schön anzusehen, unterhaltsam zu beobachten oder freudig zu teilen ist.