Beinahe sechs Jahre ist es her, seit ich in die Welt der Grids und Prims eingetaucht bin. Es muss in etwa der Herbst 2008 gewesen sein, als ich mich mit meinem alter ego, Buk B., bei Second Life registriert. Mein erster Avatar ist sogar noch älter, allerdings hatte ich seinerzeit das Passwort des Accounts vergessen und habe mich daher einfach neu registriert.
Die meiste Zeit von diesen fast sechs Jahren war ich – im Gegensatz zu anderen vielleicht – nicht im Grid. genau genommen war es nicht einmal ein dreiviertel Jahr, in dem ich mich sehr intensiv in Second Life aufhielt, danach wurde diese Phase durch andere Verpflichtungen und Interessen jäh unterbrochen.
Es folgten Jahre, in denen ich mich dem Open Sim-Projekt näherte. Zunächst aus technischer Hinsicht, aber davon versteht mein guter Freund und Mitblogger mehr. Dann als Gestalter. Aber zunehmend mehr als Besucher. Als so eine Art virtueller Holländer mit einem Wohnwagen voller Prims, der immer wieder dorthin zurückkehrt, wo es mal schön war – immer am gleichen Platz, aber meistens nicht am selben Ort.
Auch wenn die Technologie in meinen Augen etwas in die Jahre gekommen ist, so kehre ich immer wieder gerne zurück ins Grid. Es ist für mich so eine Art vertraute zweite oder dritte Heimat geworden, ein Platz, an dem ich verweilen und meinen Gedanken nachhängen kann.
Sicher waren die Anfangsjahre besonders intensiv. Ich war im Grid ein rastloser Sucher, angefixt von der schier endlosen Kreativität, die die Menschen auch in dieser digitalen 3D-Welt auslebten. Neues zu entdecken, das macht mir auch heute noch Spaß, aber es ist nicht mehr der Hauptantrieb, mich hier aufzuhalten.
Auf eine bestimmte Art ist die Intensität des Erlebten aber nach wie vor groß. Die Zeit vergeht manchmal schneller hier drinnen, zugleich erscheint sie einem im Rückblick wie ein unheimlich langer Zeitraum. Und das Erlebte bleibt – zumindest bei mir – in Erinnerung. Mehr als manche Alltagserlebnissen im sogenannten „Real Life“.
Ein bisschen ist das Leben hier drinnen bunter, manchmal auch so wie das oben gezeigte Bild – auch wenn mein Rechner unter den Lasten dieser Scriptflut wahrlich zu ächzen hatte und gerade das kein besonders erregendes Erlebnis war.
Ich habe es sicher schon einmal in einem anderen Beitrag geschrieben, aber dieses zweite Leben, hier drinnen, gehört für mich auch dazu zum Ganzen – und ich fände es bedauerlich, hätte ich das Grid-Leben nicht gelebt.